Verhaftung der Ransomware-Mafia REvil löst Verunsicherung und Besorgnis in Cybercrime-Foren aus

vor 7 Monaten · 0 comments
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Strafverfolgungsmassnahmen schrecken Cyberkriminelle normalerweise kaum ab. Doch die Verhaftung einiger Mitglieder der berüchtigten Ransomware-Gruppe REvil in Russland in der vergangenen Woche sowie die Zerschlagung ihrer kriminellen Infrastruktur scheinen zumindest einige Bedrohungsakteure endlich aufhorchen zu lassen.
Forscher von Trustwave, die regelmässig den Chat in Untergrundforen verfolgen, haben in dieser Woche die Anzeichen für eine beträchtliche Besorgnis und Beunruhigung unter osteuropäischen Cyberkriminellen in den Tagen nach den REvil-Verhaftungen untersucht. Viele Bedrohungsakteure werden bald aufgeben.
"Wir haben beobachtet, dass diese Bedrohungsakteure, die sich zuvor unverwundbar fühlten, nun eine gewisse Instabilität und Angst verspüren", sagt Karl Sigler, Security Research Manager bei Trustwave SpiderLabs. Wie lange diese Stimmung anhält, hängt seiner Meinung nach davon ab, wie hart die rechtlichen Folgemassnahmen gegen die verhafteten Cyberkriminellen ausfallen werden.
Am vergangenen Freitag gab der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) bekannt, dass er 14 Mitglieder der REvil-Bande verhaftet und 25 Standorte, die mit diesen Personen in Verbindung stehen, durchsucht hat, um die umfangreichen Ransomware-Operationen von REvil zu unterbinden. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmte das FSB umgerechnet 6,8 Millionen US-Dollar in verschiedenen Währungen sowie über 20 Luxusfahrzeuge, Computerausrüstung, die von den Bandenmitgliedern im Rahmen der REvil-Operationen verwendet wurde, und Kryptowährungs-Geldbörsen.

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